|
|
| » Einleitende Bemerkungen |
| » Wellen und Teilchen (Dualismus) |
| » Beugungsexperimente |
Allgemein
wird mit der Quantenmechanik ein wissenschaftliches Konzept verbunden,
das abgehoben komplex erscheint und unverständlich bleibt, auch weil
es sich vorrangig auf die mikroskopische Ebene bezieht. Demgegenüber
soll angemerkt sein, dass die Quantenmechanik homogen aus der klassischen
Physikhervorgegangen
ist - und diese noch immer als einen Grenzfall enthält - und unter
gewissen Vereinfachungen durchaus anschaulich und profund erklärt
werden kann. In diesem Beitrag zur ScienceWeek soll das anhand der Thematik
von Welle und Teilchen versucht werden (Welle-Teichen Dualismus).
Rotes
Laserlicht mit einer Wellenlänge von ca. 633 nm
(Helium-Neon Laser) trifft auf ein Strichgitter mit 100 Strichen pro mm.
Der Gitterabstand d beträgt somit 10 000 nm (sprich 10 Mikrometer).
An dieser Struktur wird das Licht dann gebeugt, es ändert seine Ausbreitungsrichtung
und wird hinsichtlich seiner Intensitätsmaxima auf einem Schirm aufgefangen.
Durch das Rotieren des Gitters entstehen keine einzelne Beugungspunkte
sondern konzentrische Kreise, welche die einzelnen Beugungsordnungen darstellen.

Auf
dieser Momentanaufnahme kann man sehr gut die verschiedenen Maxima, die
sich auf einemSchirm ausbilden,
erkennen. Das Maximum der 0ten
Ordnung ist am stärksten ausgeprägt, im Gegensatz zu den meisten
Beugungsdarstellungen ist dies aufgrund des rotierenden Gitters eine 2-
dimensionale. Ein ähnliches Ergebnis können wir erhalten, wenn
Elektronen, die aus einer Kathode herausgeschlagen werden und innerhalb
einer evakuierten Röhre auf polyzentrisches Graphit treffen, an den
Gitterstrukturen dieses Materials gebeugt und somit in ihrer Ausbreitungsrichtung
verändert werden. Die gebeugtenElektronen
treffen innerhalb der Perrin-Röhre auf einen phosphoreszierenden Schirm,
der Elektronen unter Lichtaussendung detektiert.

Die Parallelität zum ersten Versuch wird gut erkenntlich, nur mit dem Unterschied, dass im Fall der Elektronen, welche sich bei einer Beschleunigungsspannung von 3 000 V mit ca. 30 000 km/s bewegen, kleinere Strukturen gewählt werden müssen (Gitterabstände der Graphitstruktur), damit Beugung auftritt. Die beugende Struktur muss von der Größenordnung der Wellenlänge des beschriebenen Objekts sein. Für die Elektronenbeugung
Wiederum sei angefügt, dass auch im Teilchenbild über die Impulserhaltung eine zufriedenstellende Erklärung für dieses Phänomen möglich ist. Es wird jedoch zu oft darauf vergessen, das Gitter in die Impulserhaltung mitein zu beziehen: Aufgrund der Translationssymmetrie kann das optische Gitter bzw. das Gitter der Kohlestoffatome des Graphits bestimmte Impulsbeträge aufnehmen. Dieses Phänomen der Beugung wird in der Literatur zumeist im Wellenbild analysiert, weil es sich um den einfacheren Zugang handelt.
Abschließend sei noch eine Tabelle eingefügt, aus der ersichtlich werden soll, wie beide Bilder des sogenannten „Welle-Teilchen Dualismus“ in den fundamentalen Größen miteinander korrespondieren:
| Wellenbild | Teilchenbild |
| Wellenlänge | Impuls |
| Frequenz | Energie |
Historisch
gesehen hat die Wellenbetrachtung in der Schrödinger`schen Wellenmechanik
Niederschlag gefunden, wohingegen die Heisenberg`sche Matrizenmechanik
das Teilchenbild als Grundlage heranzieht.
für noch nähere Informationen ...(beugung.doc)..als Teil einer Diplomarbeit.