1. Beweisen Sie: In der Multiplikationstafel
einer Gruppe kommt jedes Element in jeder Spalte und jeder Zeile genau
einmal vor.
2. Gegeben ist folgende Multiplikationstafel einer Gruppe:
| E | A | B | C | D | F | |
| E | E | A | B | C | D | F |
| A | A | B | E | F | C | D |
| B | B | E | A | D | F | C |
| C | C | D | F | E | A | B |
| D | D | F | C | B | E | A |
| F | F | C | D | A | B | E |
a) Ist die Gruppe abelsch?
b) Ist die Gruppe zklisch?
c) Welche Untergruppen gibt es?
d) Welche Elemente bilden Klassen konjugierter Elemente?
e) Welche Untergruppen sind Normalteiler?
3. Warum bilden die Elemente mit der folgenden Multiplikationstafel
keine Gruppe?
| E | A | B | C | D | F | |
| E | E | A | B | C | D | F |
| A | A | B | E | D | F | C |
| B | B | E | A | F | C | D |
| C | C | D | F | A | E | B |
| D | D | F | C | B | A | E |
| F | F | C | D | E | B | A |
4. Zeigen Sie, daß die Menge mit den Symmetrieelementen
E, C2[001], i und sh[001]
eine Gruppe bildet bezüglich der Hintereinanderausführung. Stellen
Sie die Multiplikationstafel auf.
5. Gegeben sei eine Gruppe G die zur Gruppe G´ homomorph
ist. Zeigen Sie, daß es einen Normalteiler von G gibt, dessen Faktorgruppe
zum Bild des Homomorphismuses in G´ isomorph ist. (Satz 2.5.6)
6. Zeigen Sie: Eine Gruppe, deren Ordnung eine Primzahl
ist, muß zyklisch sein.
7. Finden Sie die Normalteiler der Permutationsgruppe S3.
8. Beweisen Sie Satz 2.5.4:
a) idG: G ® G ist Isomorphismus (Identität)10. Bestimmen Sie die Punktsymmetriegruppen der folgenden Moleküle:
b) f: G ® G' ist Isomorphismus: dann ist auch f-1: G' ® G ein Isomorphismus
c) f: G ® G' und f': G' ® G'' sind Isomorphismen: dann ist auch f' * f ein Isomorphismus
Welche Symmetrieoperationen sind in den jeweiligen Gruppen?
Welche Klassen äquivalenter Elemente existieren?
Welche Gruppen sind kommutativ, welche zyklisch?
12. Welche Schwingungstypen klassifiziert nach irreduziblen
Darstellungen sind in H20 möglich? Nach welchen irreduziblen
Darstellungen transformieren sich die reinen Translationen und Rotationen
des Moleküls? Geben Sie eine Basis für die G-invarianten Unterräume
der Molekülschwingung an.
13. Geben Sie eine Symmetrieanalyse der Schwingungen der
Moleküle aus Beispiel 10 an. (Methan, Amoniak, ebenes AB3
Molekül und Allene) Wieviele Schwingungen sind dabei IR-aktiv, wieviele
Raman-aktiv? In welchen Polarisationsrichtungen sind welche Schwingungen
beobachtbar.
14. Geben Sie die Auswahlregeln für den Hyperramaneffekt
der Moleküle aus Beispiel 10 an.
15. Symmetriebetrachtungen zum Jahn-Teller Effekt. (Energieerniedrigung
durch Aufhebung von Entartung). Die 5 3d Orbitale von Kupfer sind im Atom
entartet. Nun wird Cu in einen Kristall auf einen Gitterplatz mit Td
Symmetrie eingebaut. Welche der d-Orbitale bleiben entartet, welche spalten
auf? Cu liegt als 2+ vor. Wieso kann durch Symmetrieerniedrigung
von Td auf D4h Energie gewonnen werden? Was bringt
eine weitere Symmetrieerniedrigung auf D2h?
16. Wie schaut der Eigenschaftstensor für die Piezoelektrizität
aus? In welchen Punktgruppen ist Piezoelektrizität möglich. Welche
Komponenten des piezoelektrischen Tensors können bei den Molekülen
aus Beispiel 10 von Null verschieden sein?
17. Geben Sie den Eigenschaftstensor für Magnetowiderstand
und Halleffekt an. Welche Komponenten sind in den kubischen Gruppen (klassische
Halbleiter) möglich?
18. Welche Symmetrieaussagen können Sie zur optischen
Aktivität (Drehung der Polarisationsebene) machen?